Mobilitätswende nach Corona

#Mobilitätsmanagement

Wars das jetzt? 3 To Dos für eine erfolgreiche Mobilitätswende, auch nach Corona

Hunderte E-Scooter in Deutschlands Großstädten, Personengruppen, die sich PKWs teilen, volle Straßenbahnen – die Mobilitätswende war im vollen Gange. Dann kam Corona. Für den öffentlichen Personennahverkehr und private Mobilitätsanbieter sind die Auswirkungen der Pandemie extrem. Laut einer Pilotstudie der TU-Dresden fuhren Anfang April nur noch 27 % der sonst üblichen Fahrgäste mit Bus und Bahn durch die sächsische Hauptstadt. Und auch nach dem Lock-Down ist der Trend der Verkehrsträger noch lange nicht beim Normalwert angekommen. Auch die Taxibranche und Sharing-Anbieter sind betroffen. Der Ridepooling-Fahrdienst Clevershuttle musste seinen Dienst in einigen Städten sogar gänzlich einstellen. Klarer Gewinner der Pandemie ist hingegen der Individualverkehr. Neben dem Revival des PKW erlebt die Fahrradbranche einen Boom.
Aber nicht nur die Angst vor dem Virus hat das Mobilitätsverhalten der Menschen verändert. Auch die plötzlich geforderte Flexibilität in der Berufswelt (flexibler Arbeitsort, flexible Arbeitszeit) führt zu Änderungen der Mobilitätsbedürfnisse.
Um das Ziel der erheblichen Reduktion von motorisiertem Individualverkehr in Zukunft zu erreichen, müssen Städte, Kommunen, Länder und Anbieter die jetzt entstehenden Potenziale ausschöpfen und ihr Mobilitätsmanagement optimieren.

1. To Do: Fahrrad zum nachhaltigen Trend machen.

Mit dem Velo-Boom werden Städte zum Treiber der neuen Radmobilität. Damit der Trend langfristig anhalten kann und das umweltfreundliche Verkehrsmittel Trend bleibt, müssen Städte und Kommunen auf ihn aufspringen. Die Landeshauptstadt Berlin macht vor, wie es geht. Mittlerweile gibt es dort mehr als elf sogenannte „Pop-up-Radwege“, die die städtische Infrastruktur für Fahrradfahrer deutlich verbessern. Mehr als 20 weitere solcher temporären Radwege sind bereits angemeldet. Für Fahrradfahrer bedeuten die Radwege nicht nur einen schnelleren Weg zum Ziel, sondern auch deutlich mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Auch das städtische Mobilitätsangebot kann vom Fahrrad-Trend profitieren. (E-)Bike-Sharing- oder E-Scooter-Angebote, die auf das flexible Mobilitätsbedürfnis von Einwohnern und Touristen eingehen, sind jetzt wichtiger denn je.

2. To Do: Angebotsvielfalt erhöhen, neue Kooperationsmodelle entwickeln.

Neben einem umfangreichen Angebot an Individualverkehrsmitteln, gilt es den immer flexibleren Bedürfnissen der Menschen mit einem erhöhten Mobilitätsangebot gerecht zu werden. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig ein ausgereiftes Mobilitätsangebot für Menschen in systemrelevanten Berufen und in Schichtdiensten ist. Für Städte bedeutet das, neben dem Ausbau von öffentlichem Personennahverkehr auch über neue Kooperationsmöglichkeiten mit privaten Mobilitätsanbietern nachzudenken. Städte wie Hamburg oder Berlin machen das bereits sehr erfolgreich. Kooperationen wie etwa mit Uber oder MOIA ermöglichen den beiden Hauptstädten eine grundlegende Mobilität, 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Insgesamt gilt, je größer das Angebot, desto besser fühlt sich der Einzelne abgeholt und in seinen Bedürfnissen befriedigt. Die Motivation sollte es sein, Alternativen zum motorisierten Individualverkehr anbieten zu können, welche im besten Fall nicht nur umweltschonender, sondern auch schneller und günstiger sind.

3. To Do: Digitalisierung nutzen und Informieren

Ein umfangreiches Mobilitätsangebot zu haben ist gut. Es richtig zu vermarkten und zu vertreiben ist besser. Dabei spielen vor allem die persönliche Kommunikation und Information eine große Rolle. Vielerorts wissen Anwohner und Besucher gar nicht, welch riesiges Fortbewegungsangebot ihnen zur Verfügung steht. Hier müssen Länder, Städte und Anbieter ansetzen und aufklärende Arbeit leisten. Neben der individuellen Ansprache und der direkten Kommunikation mit (potenziellen) Nutzern und Kunden gilt es, die Angebotsvielfalt zu bündeln und den Nutzen so einfach wie möglich zu gestalten. Mobiles Bezahlen, Apps und andere digitale Angebote sollten keine Besonderheit mehr sein. Abgerundet werden sollte das Mobilitätsmanagement einer Stadt durch einen kanalübergreifenden Kundenservice, der auf individuelle Fragen schnelle und qualitative Antworten liefert.

Fazit

Ein gutes Mobilitätsmanagement braucht nicht nur ein umfangreiches Angebot, sondern auch die richtige Marketing- und Vertriebsstrategie. Damit die Mobilitätswende auch während und nach Zeiten von Corona voranschreitet, brauchen Städte, Länder, Kommunen und Anbieter ein Konzept, welches den Nutzer und seine individuellen Bedürfnisse in den Fokus rückt und schnell auf Verhaltensänderungen reagiert. Von der Produktgestaltung, bis hin zur Entwicklung von Werbe- und Verkaufsmaßnahmen.

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Die Omniphon GmbH hat sich in mehr als 20 Jahren am Markt zum Experten in Sachen Mobilitätsmanagement entwickelt. Was uns dabei von anderen Agenturen unterscheidet, ist unser ganzheitliches Leistungsangebot. Als Team-Mitglied entwickeln wir mit unseren Kunden gemeinsam Strategien und Konzepte, entwickeln Werbekampagnen und planen Vertriebsmaßnahmen. Uns stehen dabei die Leistungen zahlreicher Projektmanager, Entwickler, (Online) Marketer und Service-Mitarbeiter zur Verfügung.
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#smarketing

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